Darf ich vorstellen? „Reinwerfen statt Wegwerfen“

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In diesem Beitrag erfahren Sie, was es mit „Littering“ eigentlich auf sich hat und mit welchen konkreten Aktionen die Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“ dieser Problematik begegnet. Außerdem können Sie nachlesen, wie Förderungen für Projekte beantragt werden können und sehen anhand kürzlich erhobener Daten, wie erfolgreich unsere Bemühungen bisher waren. Zum Abschluss werden unsere Partner und die Trägerorganisationen hinter „Reinwerfen statt Wegwerfen“ vorgestellt.

Anfang 2016 habe ich die Projektleitung von „Reinwerfen statt Wegwerfen“, der größten österreichweiten Plattform zum Thema Anti-Littering übernommen. Die Initiative fördert seit mittlerweile fünf Jahren bewusstseinsbildende Maßnahmen für ein sauberes Österreich und gegen das achtlose Wegwerfen von Müll auf der Straße, in der Landschaft oder in Gewässern. Obwohl wir auf viele erfolgreiche Jahre zurückblicken können, werden wir uns auch weiterhin für eine saubere Umwelt einsetzen und haben uns einiges für die Zukunft vorgenommen!

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Was bedeutet „Littering“?

Littering = Umweltverschmutzung! Abfall wird leider viel zu oft nicht in den dafür vorgesehenen Sammelbehältern entsorgt, sondern in der Natur oder auf der Straße achtlos weggeworfen. Wo er liegen bleibt und eine Gefahr für Mensch und Tier darstellt. Nach Expertenmeinung fokussiert sich das Problem auf neuralgische Punkte wie öffentliche Plätze, Verkehrsumschlagplätze, das Gebiet rund um Lokale und Take-away-Restaurants sowie entlang stark befahrener Straßen. Dabei können scharfkantige Gegenstände, wie etwa Glas, zur Gefahr werden. Deshalb ist es wichtig, Abfälle fachgerecht zu entsorgen. „Reinwerfen statt Wegwerfen“ setzt mit der Bewusstseinsbildung an, bevor die Littering-Handlung entsteht. Denn es ist aufwendiger, den Müll am Straßenrand, in Wiesen und Wäldern wieder einzusammeln, als ihn bis zum nächsten Mistkübel mitzunehmen. In den meisten Fällen bewirken schon kleine Änderungen im Verhalten und ein minimales Umdenken große Umwelteffekte.

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Welche konkreten Aktionen setzt „Reinwerfen statt Wegwerfen“?

Nachdem Littering ein lokales Problem darstellt, setzen wir auch in der Bewusstseinsbildung auf lokaler Ebene an und sind bei regionalen Veranstaltungen aller Art präsent. Konkrete Maßnahmen, Projekte und Flurreinigungsaktionen in ganz Österreich, die nachhaltig zur Verringerung von Umweltverschmutzung beitragen, werden von „Reinwerfen statt Wegwerfen“ unterstützt.

Ein jährliches Highlight der Initiative ist seit 2014 die Wahl zur „Saubersten Region Österreichs“. Gemeinden, Regionen oder Städte, die sich mit Anti-Littering Projekten besonders für die Sauberkeit „ihrer“ Landschaft einsetzen, werden vor den Vorhang geholt. 2014 ging der Titel nach Mödling, im Jahr danach nach Kufstein und 2016 nach Kirchham.

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Wie bekomme ich eine Förderung für mein Projekt?

Förderungen für konkrete Projekte und Flurreinigungsaktionen können ganz einfach online beantragt werden. Projekte können von Jedermann eingereicht werden – von Unternehmen, AbfallberaterInnen, Einzelpersonen, Gebietskörperschaften, NGOs, Vereinen, Bildungseinrichtungen, usw. Eine Förderung von Flurreinigungsaktionen können jene Organisatoren beantragen, die ihre Aktivitäten um zusätzliche Maßnahmen erweitern, die zu einer nachhaltigen Verringerung von Littering beitragen. Wir unterstützen diese Aktionen mit unterschiedlichen Maßnahmen oder auch finanziellen Beiträgen.

5 Jahre „Reinwerfen statt Wegwerfen“ – Daten & Fakten

Fünf Jahre „Reinwerfen statt Wegwerfen“ haben gezeigt, dass die gemeinsamen Bemühungen Früchte tragen. Die Anti-Littering Community wächst stetig, dafür sprechen mehr als 26.000 Fans, die der Initiative bereits auf Facebook folgen. Wir blicken zurück auf fünf Jahre, in denen über 120 Projekte gefördert und mehr als 130 Flurreinigungsaktionen unterstützt wurden, fünf Jahre, in denen wir auf über 350 Veranstaltungen präsent waren und mehr als 65.000 Kontakte über Medien erzielen konnten.

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Seit der Gründung hat sich auch messbar etwas im Bewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher getan: Der Anteil der „Saubermacher“ an der Gesamtbevölkerung hat sich von 25 % auf beeindruckende 41 % erhöht und die Bekanntheit der Initiative ist auf 26 % gestiegen. Wie eine aktuelle repräsentative Studie von Hasslinger Consulting zeigt. Für einen Großteil der Befragten sind die Abfallentsorgung sowie die Sauberkeit auf öffentlichen Plätzen und Umweltschutz generell wichtige Themen. 65 % der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer sagen, dass das Ziel, Littering zu reduzieren, mit Projekten in Gemeinden oder Schulen verwirklicht werden kann. Diese Ergebnisse bestätigen: der Stellenwert der Aufklärungsarbeit im Bereich Anti-Littering ist nach wie vor hoch!

Wer steht hinter der Initiative?

2012 startete die österreichische Wirtschaft die Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“. Die Umsetzung erfolgt unter Einbindung der ARGE Nachhaltigkeitsagenda der Wirtschaftskammer Österreich durch die Altstoff Recycling Austria AG (ARA). Die Trägerorganisationen, die die Initiative vorantreiben und finanzieren sind die Altstoff Recycling Austria AG, die Austria Glas Recycling GmbH, die Hofer AG, die Lidl AUSTRIA GmbH, Penny (Billa AG) und die Wirtschaftskammer Österreich. „Reinwerfen statt Wegwerfen“ wird von zahlreichen Institutionen und Unternehmen als Partner unterstützt.

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Autorin

Nina Miskulnig ist seit Anfang 2016 Projektleiterin der Anti-Littering Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“ für eine saubere Umwelt.
www.reinwerfen.at
facebook/reinwerfen
office@reinwerfen.at

Fotos: Kurt Keinrath (3), Saint Stephens (1)

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