Globale Implikationen von Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility – unternehmerische Nachhaltigkeit

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Im Grünbuch ‘Nachhaltiges Recycling von Glasverpackungen in Österreich. Best in Glass.’ werden die Implikationen von Nachhaltigkeit – also die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte der menschlichen Aktivitäten – global betrachtet und unternehmerische Handlungsmöglichkeiten vorgestellt.
Der folgende Text greift den Aspekt Wirtschaft heraus. (Er entspricht dem Kapitel 2.3 im Grünbuch, S 29ff).

3-SäulenNH_ökonomie

3 Wirtschaft

3.1 Einleitung

Das Wirtschaftssystem allgemein und Unternehmen im Speziellen spielen eine Schlüsselrolle bei der Anpassung unserer Gesellschaft an eine umweltverträgliche, ökologisch zukunftsfähige Ressourcennutzung sowie eine sozial gerechte, weltweit faire und humane nachhaltige Entwicklung.
Auf der betrieblichen Ebene veranschaulicht das CSR-Reifegradmodell nach Andreas Schneider (2012) die unterschiedlich hohen Ausprägungen des Engagements von Unternehmen und ihrem Nutzen und den Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft:

Reifegradmodell CSR

CSR 0.0: Spiegelt gesellschaftliches Engagement von Unternehmen wider, das weder bewusst gelebt noch gemanagt wird, sondern durch die (passive) Einhaltung der gesetzlichen Normen und Regelungen quasi per se oder wenn, dann zufällig entsteht. Weiterlesen

Welche Managementsysteme, Normen und Gütezeichen unterstützen qualitätsvolle und nachhaltige Abfallwirtschaft?

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Die folgende Übersicht stellt Beispiele von Richtlinien, Regelwerken und Normen vor, deren Anwendung die Implementierung und Etablierung nachhaltigen Wirtschaftens umfassend oder in Teilbereichen unterstützt. Der Text ist ein Auszug aus dem Grünbuch Nachhaltiges Recycling von Glasverpackungen – ‘Best in Glass’.

Die beschriebenen Ansätze sind nach ihrer Haupt-Stoßrichtung gruppiert, und zwar nach Regelwerken mit unternehmensinterner Stoßrichtung, also Governance- und Management-Systeme; und Regelwerke mit externer Stoßrichtung, also Kommunikation und Reputation. Die Form der Einteilung ist der „Landkarte der CSR-Regelwerke“ von D. Haag, H. Kretschmer und K. Lintenmeier (Stakeholder Relations, 2013) entlehnt.

normen_nh_Entwicklung_AustriaGlasRecycling

1    Leitprinzipien und übergeordnete Richtlinien

1.1      UN Global Compact

Der United Nations Global Compact wurde im Jahr 2000 auf Initiative des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan gegründet und ist die weltgrößte Initiative zu CSR und Nachhaltiger Entwicklung. Ziel ist es, nachhaltige Märkte zu schaffen, das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen zu fördern sowie Weiterlesen

ISO 26000 und ONR 192500. Mit Zertifikaten zu mehr Corporate Social Responsibility.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERADurch die fortschreitende Globalisierung und den damit verbundenen weltumspannenden ökonomischen, ökologischen und sozialen Problemen verlieren nationale Grenzen zunehmend an Relevanz. Aufgrund der Absenz globaler Regierungsstrukturen zur Sicherstellung, dass Unternehmen verantwortlich, transparent und ökologisch nachhaltig agieren, entstand eine Vielzahl freiwilliger CSR-Infrastrukturen. Den derzeitigen Höhepunkt zur Ausrichtung und Zukunft von gesellschaftlicher Verantwortung bildet die im Jahr 2010 veröffentlichte Norm ISO 26000. Sie besitzt Leitfadencharakter und ist explizit nicht für Zertifizierungszwecke vorgesehen. Auf Basis der ISO 26000 wurde in Österreich im Jahr 2011 mit der Veröffentlichung der ONR 192500 die Voraussetzung zur zertifizierbaren Konkretisierung geschaffen. Weiterlesen

Nachhaltigkeitsberichterstattung – kurzfristiger Trend oder unausweichliche Entwicklung?

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Seit mittlerweile fünf Jahren leite ich bei respACT – der österreichischen Unternehmensplattform für Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltiges Wirtschaften – eine Arbeitsgruppe zum Thema „Nachhaltigkeitsberichterstattung“. Mein Fazit nach fünf Jahren intensiver Zusammenarbeit mit Unternehmen: Weiterlesen