Circular Economy stellt Abfallwirtschaft vor neue Herausforderungen

0

Die Bedeutung der Abfallwirtschaft für Hygiene und Gesundheit ist unumstritten. Auch der Kreislaufwirtschaftsansatz muss dem Rechnung tragen.  Prof. em.  Paul Brunner und a.o. Professor Nemanja Stanisavljevic diskutieren die zusätzlichen Herausforderungen in ihrem Leitartikel in Waste Management & Research 2019 – Ausgabe 37(7) 665-666 : „Quantity AND quality: New priorities for waste management“

„Qualität UND Quantität: Neue Prioritäten für die Abfallwirtschaft“.

Brunner und Stanisavljevic warnen davor, Abfallwirtschaft zu stark aus dem Blickwinkel des ‚closing the loop‘ zu betrachten. Sie mahnen ein, dass Abfallwirtschaft zunächst den Schutz der Bevölkerung und der Umwelt, Ressourcenschonung und nachsorgefreies Abfallmanagement als Ziele hat. Je mehr Müll von Siedlungsgebieten abtransportiert wird, desto besser sind der Gesundheitszustand der Menschen und der Zustand der Umwelt. In manchen Regionen sei es daher bereits ein Fortschritt, wenn Müll zumindest kontrolliert deponiert wird, statt Wohngebiete zu verunreinigen. Dieses ‚historische Wissen‘ hat Weiterlesen

Glaskraftfahrer/in: wichtige Aufgabe! – attraktiver Job?

0

Der Fachkräftemangel hat die Entsorgungsbranche erreicht. Insbesondere LKW-Fahrer/innen sind aktuell schwer zu engagieren. Die Altersstruktur der Beschäftigten im Güterbeförderungsgewerbe lässt annehmen, dass der Mangel akuter wird. Denn 38% der Glaskraftfahrer/innen sind über 51 Jahre, nur 8% unter 30. Wie können wir dieser Entwicklung entgegen steuern? Wie kann ein attraktiver Job als LKW-Lenker/in für die Glassammlung aussehen?

Im Rahmen des diesjährigen Sustainability Future Council der Austria Glas Recycling diskutierten Expert(inn)en verschiedener Disziplinen über Strategien und Lösungen. Manche Themen betreffen den Beruf des LKW-Fahrers allgemein, manche sind spezifisch für die Glasentsorgung.

Gestiegene Anforderungen an Glaskraftfahrer/innen

Ein Glaskraftfahrer skizziert, was im Alltag zusätzlich zum Weiterlesen

Es geht ums Geld

0

Circular Economy braucht Circular Finance – Eine analytische Bestandsaufnahme im RECYCLING magazin 4/2019.

Die Kreislaufwirtschaft gilt als wichtiger Schritt für die Zukunft Europas. Allerdings bedarf der Übergang großer Anstrengungen, auch finanziell. Wie die Finanzierung verbessert werden kann, hat die Generaldirektion Forschung und Innovation zusammen mit einer Expertengruppe untersucht, der auch Euric-Geschäftsführer Emmanuel Katrakis angehörte.

Es wird davon ausgegangen, dass für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in Europa bis 2025 320 Milliarden Euro benötigt werden. „Die Finanzierung von Projekten für die Kreislaufwirtschaft ist für Investoren keine triviale Angelegenheit – und sowohl Unternehmen als auch der Finanzsektor stehen vor großen Hürden und machen den jeweils anderen für das Scheitern in seiner jeweiligen Rolle verantwortlich“, heißt es im Bericht „Accelerating the transition to the circular economy – improving access to finance for circular economy projects“. Aus Unternehmenssicht erkenne der Finanzsektor die Vorteile des zirkulären Ansatzes nicht und überschätze die Risiken. Aus Sicht des Finanzsektors habe Weiterlesen

Steigerung der Altglassammelmenge. Oder: Die Jagd auf das Marmeladeglas.

2

Der von der EU geforderte Umbau von der linearen zur zirkulären Wirtschaft erfordert unter anderem die Steigerung der Recyclingquoten für alle Materialien und Packstoffe. Für Österreichs Altglassammlung verzeichnen wir seit Jahren Recyclingquoten von über 80%. Bis 2030 sind Recyclingquoten von mindestens 85% notwendig. Daher muss sehr genau erhoben werden, wo und warum Glasverpackungen derzeit noch im Restmüll landen.

Marmeladeglas will recycelt werden

Was beeinflusst Menschen, bei der Altglassammlung mitzumachen?

Weinflaschen werden korrekt entsorgt. Bierflaschen auch. Sofern diese Pfandflaschen sind, kommen sie ins Geschäft zurück. Doch Marmeladegläser und auch deren kleine Freundinnen, wie Pestogläser und andere, finden sich zum Leidwesen der Umwelt Weiterlesen

Wachstum durch Verknappung. Kein Wachstum. Negativwachstum. Auf der Suche nach ökonomischen Konzepten, die Wohlstand trotz begrenzter Ressourcen ermöglichen

1

Kaufen, nutzen, entsorgen – in der linearen Ökonomie zielt alles darauf ab, Produkte zu verkaufen und KonsumentInnen vom Kauf zu überzeugen. Wachstum ist das Credo. Nur ein ausreichendes Wirtschaftswachstum sichert unseren Wohlstand.  Mehr und noch mehr muss verkauft, konsumiert und schließlich entsorgt werden. Dieser Einstellung erwuchsen Abfallprobleme, Weiterlesen