Österreichs Wirtschaft kann Circular Economy

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Harald Hauke, Circular Economy

In Österreich hat die Wirtschaft immer auch Verantwortung für die Umwelt übernommen. 1993 wurde der Grundstein für eine institutionalisierte Form dieser Verantwortung im Verpackungsbereich gelegt – die „Produzentenverantwortung (producer responsibility)“, verankert im Abfallwirtschaftsgesetzt (AWG) und in der Verpackungsverordnung (VVO). Eine Zeitenwende in der Abfall- und Entsorgungswirtschaft.

Mit dem Kreislaufwirtschaftspaket der EU gehen wir wieder einen Schritt weiter. Es sollen der Primärressourcenverbrauch reduziert und die Recyclingquoten deutlich erhöht werden. Der Green Deal soll uns eine intakte Umwelt UND Wohlstand bescheren. Unmöglich, denken Sie? Entweder Ökonomie oder Ökologie? Meine Generation wuchs an den Wirtschaftsuniversitäten mit diesem Konzept heran. Viele glaubten lange an die Unvereinbarkeit von Wirtschaft und Umwelt. Mittlerweile sehen wir, dass es auch anders gehen kann. Kreislaufwirtschaft – Circular Economy – ist der Weg zum „sowohl-als auch“ anstelle des „entweder-oder“. Vergessen wir nicht, Ökonomie und Ökologie tragen das griechische Wort ‚Oikos‘ für Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft in sich. In unserem Haus wollen wir dafür sorgen, dass es allen möglichst ganzheitlich gut geht. Die Transformation von der ressourcenverbrauchenden linearen zur ressourcenschonenden zirkulären Wirtschaft ist ein wesentlicher und wichtiger Beitrag zum Green Deal der EU.

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Ist die Circular Economy ein Covid-19-Opfer?

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Piber Monika

Oder nutzen wir die krisenhaften Erfahrungen im Gefolge der Pandemie als Impulse für den Wandel zur Kreislaufwirtschaft?

Der Blick auf das aktuelle Circular-Economy-Barometer 2020 von ARAplus könnte den Schluss zulassen, dass die Kreislaufwirtschaft zum Covid-19-Opfer geworden ist. Im Vergleich zu 2019 verspricht Kreislaufwirtschaft den Unternehmen geringere Chancen. Zwar geben insbesondere Unternehmen mit 50 und mehr Mitarbeiter/innen an, Investitionen in Circular Economy für die kommenden 3 Jahre zu planen. Das Circular-Economy-Paket der EU kümmert aber offenbar erst wenige. (ARAplus – Wie krisenfest ist Circular Economy unter Österreichs Unternehmen, (1))

Was eigentlich ist Circular Economy?

  • Mehr Abfalltrennung und Recycling? Ja. Auch.
  • Mehr Mehrwegsysteme (ReUSE)? Ja. Auch
  • Weniger Ressourceneinsatz in der Produktion? Ja. Auch.

Wikipedia fasst auf Basis der Ausführungen von „A new sustainability paradigm?“ (In: Journal of Cleaner Production. Band 143, Februar 2017) wie folgt zusammen:

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Circular Economy stellt Abfallwirtschaft vor neue Herausforderungen

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Die Bedeutung der Abfallwirtschaft für Hygiene und Gesundheit ist unumstritten. Auch der Kreislaufwirtschaftsansatz muss dem Rechnung tragen.  Prof. em.  Paul Brunner und a.o. Professor Nemanja Stanisavljevic diskutieren die zusätzlichen Herausforderungen in ihrem Leitartikel in Waste Management & Research 2019 – Ausgabe 37(7) 665-666 : „Quantity AND quality: New priorities for waste management“

„Qualität UND Quantität: Neue Prioritäten für die Abfallwirtschaft“.

Brunner und Stanisavljevic warnen davor, Abfallwirtschaft zu stark aus dem Blickwinkel des ‚closing the loop‘ zu betrachten. Sie mahnen ein, dass Abfallwirtschaft zunächst den Schutz der Bevölkerung und der Umwelt, Ressourcenschonung und nachsorgefreies Abfallmanagement als Ziele hat. Je mehr Müll von Siedlungsgebieten abtransportiert wird, desto besser sind der Gesundheitszustand der Menschen und der Zustand der Umwelt. In manchen Regionen sei es daher bereits ein Fortschritt, wenn Müll zumindest kontrolliert deponiert wird, statt Wohngebiete zu verunreinigen. Dieses ‚historische Wissen‘ hat Weiterlesen

Glaskraftfahrer/in: wichtige Aufgabe! – attraktiver Job?

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Der Fachkräftemangel hat die Entsorgungsbranche erreicht. Insbesondere LKW-Fahrer/innen sind aktuell schwer zu engagieren. Die Altersstruktur der Beschäftigten im Güterbeförderungsgewerbe lässt annehmen, dass der Mangel akuter wird. Denn 38% der Glaskraftfahrer/innen sind über 51 Jahre, nur 8% unter 30. Wie können wir dieser Entwicklung entgegen steuern? Wie kann ein attraktiver Job als LKW-Lenker/in für die Glassammlung aussehen?

Im Rahmen des diesjährigen Sustainability Future Council der Austria Glas Recycling diskutierten Expert(inn)en verschiedener Disziplinen über Strategien und Lösungen. Manche Themen betreffen den Beruf des LKW-Fahrers allgemein, manche sind spezifisch für die Glasentsorgung.

Gestiegene Anforderungen an Glaskraftfahrer/innen

Ein Glaskraftfahrer skizziert, was im Alltag zusätzlich zum Weiterlesen

Es geht ums Geld

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Kreislaufwirtschaft braucht Circular Finance – Eine analytische Bestandsaufnahme im Recyclingmagazin 4/2019.

Die Kreislaufwirtschaft vergoldet als Schritt für die Zukunft Europas. Allerdings bedarf der Übergang großer Anstrengungen, auch finanziell. Wie die Finanzierung verbessert kann, hat die Generaldirektion Forschung und Innovation zusammen mit einer Expertengruppe untersucht, der auch Euric-Geschäftsführer Emmanuel Katrakis angehört.

Es wird davon ausgehen, dass für die Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in Europa bis 2025 320 Milliarden Euro benötigt werden. “Die Finanzierung von Projekten für die Kreislaufwirtschaft ist für Investoren keine triviale Angelegenheit – und auch Unternehmen als auch der Finanzsektor stehen vor Hürden vor großen Hürden und machen die anderen für das Scheitern in seiner jeweiligen Rolle”, heißt es im Bericht “Beschleunigen des Übergangs zur Kreislaufwirtschaft – Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln für Kreislaufwirtschaftsprojekte”. Aus Unternehmenssicht erkenne der Finanzsektor die Vorteile des zirkulären Ansatzes nicht und überschätze die Risiken. Aus Sicht des wegweisens habe man es mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen zu tun, die riskant und oft nicht finanz sei. “Es ist klar, dass zu diesem Zeitpunkt die wesentliche Herausforderung bei der Finanzierung der Kreislaufwirtschaft in den Risiken, ihrer Wahrnehmung und ihrer Bewertung durch die verschiedenen Akteure liegt”, heißt es im Bericht. Ziel der Expertengruppe sei es zu, Vorschläge zur Überwindung dieser Hindernisse zu erarbeiten. Weiterlesen

Steigerung der Altglassammelmenge. Oder: Die Jagd auf das Marmeladeglas.

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Der von der EU geforderte Umbau von der linearen zur zirkulären Wirtschaft erfordert unter anderem die Steigerung der Recyclingquoten für alle Materialien und Packstoffe. Für Österreichs Altglassammlung verzeichnen wir seit Jahren Recyclingquoten von über 80%. Bis 2030 sind Recyclingquoten von mindestens 85% notwendig. Daher muss sehr genau erhoben werden, wo und warum Glasverpackungen derzeit noch im Restmüll landen.

Marmeladeglas will recycelt werden

Was beeinflusst Menschen, bei der Altglassammlung mitzumachen?

Weinflaschen werden korrekt entsorgt. Bierflaschen auch. Sofern diese Pfandflaschen sind, kommen sie ins Geschäft zurück. Doch Marmeladegläser und auch deren kleine Freundinnen, wie Pestogläser und andere, finden sich zum Leidwesen der Umwelt Weiterlesen

Wachstum durch Verknappung. Kein Wachstum. Negativwachstum. Auf der Suche nach ökonomischen Konzepten, die Wohlstand trotz begrenzter Ressourcen ermöglichen

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Kaufen, nutzen, entsorgen – in der linearen Ökonomie zielt alles darauf ab, Produkte zu verkaufen und KonsumentInnen vom Kauf zu überzeugen. Wachstum ist das Credo. Nur ein ausreichendes Wirtschaftswachstum sichert unseren Wohlstand.  Mehr und noch mehr muss verkauft, konsumiert und schließlich entsorgt werden. Dieser Einstellung erwuchsen Abfallprobleme, Weiterlesen