Wie können wir Nachhaltigkeit bewerten?

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Nachhaltigkeit bewerten

Es gibt zahlreiche Orientierungshilfen und Regelwerke für die Nachhaltigkeit von Unternehmen: GRI-Berichte, Gemeinwohlbilanzen, die ONR 192500, das B-Corp-Assessment, den Trigos – und viele mehr.

Leider stehen all diese Standards und Bewertungsmodelle nebeneinander und betreffen jeweils nur einen kleinen Prozentsatz aller Unternehmen. Ein Überblick über Branchen oder Vergleiche sind kaum möglich. Wie viele Unternehmen sind nachhaltig? Wir wissen es nicht. Auch das Subziel 12.6 der Sustainable Development Goals (SDG) – „Unternehmen sollen nachhaltig agieren und darüber berichten“ – kann nicht gemessen werden. Das ist schade, weil damit die Nachhaltigkeit von Unternehmen zu wenig als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden kann: beim Einkauf, bei der Jobsuche, bei Geschäftsbeziehungen oder bei politischen Maßnahmen.

Manche begrüßen das, weil Unternehmen dadurch weniger unter Druck geraten, sich mit Nachhaltigkeit auseinander setzen zu müssen. Für die Gesellschaft insgesamt ist es aber nachteilig. Vor allem für jene Menschen und Organisationen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung bewusst leben oder sich sogar als Vorreiter engagieren. Daher sollten wir versuchen, das zu ändern.

Wie aber kann die Nachhaltigkeit aller Unternehmen erfasst und bewertet werden? Dabei geht es vor allem um zwei Fragen:

  • Wann ist ein Unternehmen nachhaltig?
  • Wer soll/darf das bewerten?
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Flaschengeist Bobby Bottle wird auch virtuell zum Idol

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Karin Steindorfer, PR-Consultant und Managerin von Bobby Bottle

Die Covid 19-Pandemie, die für viele Menschen weltweit seit Frühjahr 2020 zu den größten Herausforderungen – privat wie beruflich – zählt, hat viele Gewohnheiten, Routinen, und eingespielte Abläufe auf den Kopf gestellt. Nicht nur der neue Alltag war ungewohnt, auch bisher Selbstverständliches konnte nicht mehr stattfinden. Veranstaltungen, Kongresse, Stakeholder-Tage mussten ersatzlos gestrichen, adaptiert oder von Grund auf neu gedacht  werden.

Sicher durch Stürme navigieren

PR-Fachleute sind es gewohnt, flexibel zu arbeiten. Gründliche Planung und wohlüberlegte Konzepte führen ans Kommunikationsziel. In stürmischen, unplanbaren Phasen sind diese Konzepte die Basis für rasches professionelles Reagieren. Besondere Zeiten erfordern auch in der PR-Arbeit für Austria Glas Recycling besondere Maßnahmen. So arbeiteten wir auch in den Phasen des Lockdowns daran, im Dialog mit den Stakeholdern und Partnerunternehmen zu bleiben und die Menschen mit unseren Botschaften zu erreichen. Immerhin ist die Glassammlung systemrelevant und musste zu jeder Zeit weiterlaufen.

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GfK Studien zeigen auf: Hohe Priorität für Umweltschutz – auch in Zeiten der globalen Pandemie!

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Ursula Swoboda, GfK

Auch wenn es den Anschein hat, dass die weltweite Pandemie alle anderen Themen überschattet, so bleibt der Aspekt des Umweltschutzes an prominenter Stelle in den Köpfen der Österreicher und Österreicherinnen verankert – damit verbunden auch die Notwendigkeit, Aktivitäten zu setzen, um gegen die anhaltende Umweltverschmutzung und den anhaltenden Klimawandel zu kämpfen. Wir bei der GfK Austria beschäftigen uns intensiv mit den Verhaltensweisen der Konsumenten in Zusammenhang mit Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit und teilen gerne unsere Erkenntnisse in diesem Beitrag.

Umweltverschmutzung und globale Erwärmung sind unsere größten Sorgenkinder

Blickt man auf die Sorgenliste der Bevölkerung in Europa, so zeigt sich schnell der hohe Stellenwert des Themas Umweltschutz: Umweltverschmutzung gilt als die Sorge #2 in Europa; globale Erwärmung steht an dritter Stelle der Sorgenliste. Lediglich noch größere Sorgen bereitet uns Europäern aktuell die globale Pandemie, die mit fortschreitenden Impfungen vermutlich aber bald wieder mehr in den Hintergrund gelangen wird. Insgesamt stellt das Thema globale Erwärmung die am schnellsten wachsende Sorge seit 2015 dar und ist ganz besonders bei der jüngeren Generation stark präsent.

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Österreichs Wirtschaft kann Circular Economy

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Harald Hauke, Circular Economy

In Österreich hat die Wirtschaft immer auch Verantwortung für die Umwelt übernommen. 1993 wurde der Grundstein für eine institutionalisierte Form dieser Verantwortung im Verpackungsbereich gelegt – die „Produzentenverantwortung (producer responsibility)“, verankert im Abfallwirtschaftsgesetzt (AWG) und in der Verpackungsverordnung (VVO). Eine Zeitenwende in der Abfall- und Entsorgungswirtschaft.

Mit dem Kreislaufwirtschaftspaket der EU gehen wir wieder einen Schritt weiter. Es sollen der Primärressourcenverbrauch reduziert und die Recyclingquoten deutlich erhöht werden. Der Green Deal soll uns eine intakte Umwelt UND Wohlstand bescheren. Unmöglich, denken Sie? Entweder Ökonomie oder Ökologie? Meine Generation wuchs an den Wirtschaftsuniversitäten mit diesem Konzept heran. Viele glaubten lange an die Unvereinbarkeit von Wirtschaft und Umwelt. Mittlerweile sehen wir, dass es auch anders gehen kann. Kreislaufwirtschaft – Circular Economy – ist der Weg zum „sowohl-als auch“ anstelle des „entweder-oder“. Vergessen wir nicht, Ökonomie und Ökologie tragen das griechische Wort ‚Oikos‘ für Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft in sich. In unserem Haus wollen wir dafür sorgen, dass es allen möglichst ganzheitlich gut geht. Die Transformation von der ressourcenverbrauchenden linearen zur ressourcenschonenden zirkulären Wirtschaft ist ein wesentlicher und wichtiger Beitrag zum Green Deal der EU.

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Recycling und Ressourceneffizienz in Österreich seit 1946

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Anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums der Austria Recycling (AREC) führte Monika Piber mit Mag. Monika Himpelmann und DI Stefan Melnitzky – beide Geschäftsführung der Austria Recycling – das folgende Gespräch:

Monika Piber: Austria Recycling, Verein zur Förderung von Recycling und Umweltschutz in Österreich begeht heuer das 75-jährige Firmenjubiläum. Wie kam es 1946 zur Gründung des Vereins? Was war der Anlass?

Monika Himpelmann: Der Anlass war, dass nach dem Krieg Rohstoffe knapp waren, die die Industrie für die Produktion benötigte. Drei Männer, die sich schon länger beruflich kannten – aus der Papierbranche und dem Wirtschaftsministerium – haben die Initiative ergriffen und die ‘Österreichische Produktionsförderungsgesellschaft ÖPG’ – so hieß Austria Recycling früher – auf den Weg gebracht. Man wollte vorhandenes Fachwissen (beispielsweise aus der Papierindustrie) nutzen und gemeinsam mit dem Staat die vorhandenen Altstoffe auf breiter Basis sammeln. Die Gründung geht also auf einige engagierte Menschen und natürlich einen konkreten Bedarf zurück. Mitte der 60er Jahre hat man dann mehr Menschen zur Mitarbeit in der ÖPG einbezogen und neue Formen der Altstoffsammlung entwickelt. Ein wichtiger Entwicklungssprung der ÖPG war der systematische Aufbau der Altglas- und Altpapiersammlung.

Stefan Melnitzky: Bereits in den Anfangsjahren war das Unterrichtsministerium eingebunden und wurde die Schuljugend zur Sammlung motiviert. In einem eigenen Erlass 1949 hieß es sogar, “….in Hinblick auf die volkswirtschaftliche Wichtigkeit  … die Bedeutung der Erfassung von Alt- und Abfallstoffen in den Unterricht einzubauen…”.
Bemerkenswert und aus heutiger Sicht ungewöhnlich erscheinen einige der Rohstoffe die gesammelt wurden. Im “Handbuch der Alt- und Abfallstoffwirtschaft Österreichs“, das die ÖPG 1949 herausgab, sind neben Altmetallen und – papier auch Altgummi, Knochen, Tierhaare und Borsten angeführt. Ein weiterer Schwerpunkt galt der Regenerierung von Altöl.

Ressourceneffizienz seit 1946
Seite 3 der Satzung der Österreichischen Produktionsförderungsgesellschaft,
jetzt: Austria Recycling – Ressourceneffizienz seit 1946

Rohstoffe liefern und Organisationen nachhaltig entwickeln

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